Pfannkuchen ohne Ei und Milch: Mit Leinsamen wird´s knusprig

Eierkuchen ohne Ei und Milch … gar nicht dran zu denken. Oder? Aber es geht. Und es schmeckt richtig lecker. Hier ist das Rezept.

 

Pfannkuchen war für mich immer so ein typisches Rezept, das ganz viele Eier und Milch braucht. Dann hab ich die Variante mit Backpulver entdeckt – geht genauso. Dieses Mal jedoch wollte ich sehen, ob die Pfannkuchen auch mit Leinsamenschrot lecker schmecken. Also hab ich es ausprobiert. Statt Eiern und Milch hab ich Leinsamenschrot mit Mineralwasser genommen. Hier ist das Ergebnis samt Rezept.

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Stracciatella-Pfannkuchen mit Leinsamenschrot

 

Du brauchst dazu für zwei Personen:

150 Gramm Mehl

80 Gramm Leinsamenschrot

mindestens 200 ml Mineralwasser

eine Prise Salz

eine Prise Zucker (falls Du süße Pfannkuchen haben willst)

 

So wird´s gemacht:

Mehl in eine Schüssel geben

Leinsamenschrot hinzugeben

Salz und Zucker dazu

Mineralwasser dazu

 

Alles mit dem Rührbesen vermischen. Es entsteht ein dickflüssiger Teig mit Sprenkeln drin, weil der Leinsamenschrot ja auch dunkle Schalen enthält. Da der Teig zu dickflüssig ist für Pfannkuchen, gieße nun noch Schwupps für Schwupps Mineralwasser hinzu, bis der Teig die richtige Konsistenz hat. Keine Angst, der Teig hält zusammen, auch wenn er flüssig ist.

Sobald er genau richtig ist, werden die Ohne-Ei-Eierkuchen genauso in der Pfanne gebraten, wie normale Pfannkuchen. Lass sie ruhig ein bisschen länger in der Pfanne, dann werden sie so richtig schön knusprig.

Skeptischer Kinderblick

Ich geb es zu, mein Kind muss Einiges ausprobieren mit mir. So auch dieses Mal. Zum Glück ist das anSTATTdessen-Kind sehr experimentierfreudig und probiert alles zumindest einmal kurz aus. Und Vieles findet durchaus ihre Zustimmung. :)

Natürlich versuche ich ihr, die “neuen-alten” Varianten auch schmackhaft zu machen. Zum Beispiel, indem ich neue Namen erfinde. So auch dieses Mal. Kind hatte ein bestimmtes Bild im Kopf, wie Pfannkuchen nun einmal sein müssen. Die Leinsaat-Pfannkuchen entsprachen diesem Bild so überhaupt nicht. Schlechte Karten also schon beim Kochen … ;)

Der Name Stracciatella-Pfannkuchen kam spontan, beim ersten Zubereiten. Denn  mein Kind meinte sehr skeptisch: “Das sieht ja gar nicht aus wie Pfannkuchen, Mama.” Und ich: “Äh, naja – hm, das sieht aus wie… Stracciatella-Teig.” Seitenblick, kurze Nachdenkpause … Ok, erste Hürde war geschafft und mein Kind half eifrig mit beim Rühren.

 

Als die Stracciatella-Pfannkuchen fertig und knusprig auf dem Tisch standen, kam der zweite entscheidende Moment im anSTATTdessen-Testlabor: der erste Bissen. Uteil: “Oh Mama, die sind lecker.” Knusper, knusper… ;)

Bis auf einen Pfannkuchen waren am Ende denn auch alle weggeputzt.

Trotzdem fiel das Kindermund-Urteil letztlich nicht zu 100 Prozent positiv aus:

“Am Anfang waren sie toll, so knusprig, aber später waren sie mir zu … weizig. Das nächste mal mag ich lieber richtige Pfannkuchen.”

Meine Einschätzung:

Es lohnt sich! Die Stracciatella-Pfannkuchen sind eine gute Variante ohne Ei und Milch. Sie schmecken megalecker und ich werde sie wieder machen. Sie eignen sich auch hervorragend für pikante Toppings. Im Übrigen sind sie Darmschmeichler, denn der Leinsamen regt die Verdauung an.

Als Original-Pfannkuchen kann man sie allerdings nicht verkaufen. Sie sind ein eigenständiges Gericht, das zusätzlich auf unseren Speisezettel kommt. Und die “Original-Pfannkuchen” werden weiterhin in der Variante mit Backpulver und Getreidemilch gemacht. :)

In diesem Sinne …

… viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit.

Autorin: Gabriele Nehls
Bildquelle: www.pixabay.com, fesehe