Warum Baby-Shampoo nicht in den Augen brennt…

Ist doch praktisch, nicht wahr? Baby-Shampoos brennen nicht in den Augen. Klar, weil sie „besonders mild“ sind, und „pflegend“. Warum Du dennoch damit vorsichtig sein darfst, das verrät dieser Artikel.

Die Labels auf den Flaschen versprechen viel – „mild“ und „pflegend“ sollen die Baby-Shampoos sein. Klar … Leider sind die meisten Baby-Shampoos gar nicht so mild, wie sie das versprechen. Sie enthalten ebenso waschaktive Tenside wie ihre Kollegen für die Erwachsenen.

 

Keine Tränchen – dank Betäubung

Baby ShampooLiest man auch nur ein bisschen genauer nach, dann stellt man fest, dass Baby Shampoo vor allem eines enthält: einen Cocktail aus chemischen Stoffen, die in Kombination das Auge betäuben. Die Hersteller erreichen dies mittels Laurethen.

Auf der einen Seite ist das natürlich toll. Keine Tränen, kein Geschrei – lustiges Badewannen-Geplansche mit Schaumkrönchen auf dem Haupt. Auf der anderen Seite kann es fatal sein, wenn man mal hinterfragt, was der Schmerz und das Tränen des Auges eigentlich ist: eine Schutzreaktion. Nichts anderes!

Aber wenn das Auge betäubt wird, dann kann der Körper nicht mehr „Achtung“ schreien. Das führt zu zufriedenen Mamis mit Kindern, die nach Erdbeere riechen – und deren Augäpfel bei jeder Haarwäsche mit Substanzen in Kontakt kommen, die dort nicht hingehören.

Diese Substanzen stehen nämlich in Verdacht, bei Kindern das Wachstum der Augäpfel zu hemmen und bei Erwachsenen den grauen Star zu fördern. Außerdem sollen sie krebserregend sein und noch einige andere fiese Dinge machen.

Verwirrung auf der ganzen Linie

Ganz ehrlich? Ich bin verwirrt. Und je länger ich für diesen Artikel recherchiert habe, desto weniger habe ich Lust auf Shampoo – egal ob Baby- oder Erwachsenen-Shampoo.

Jedes Shampoo hat natürlich eine andere Zusammensetzung und die Namen der einzelnen „Zutaten“ klingen wie aus dem Chemiebaukasten. Nicht immer verbirgt sich dahinter tatsächlich was Synthetisches, manchmal haben auch „natürliche“ Stoffe komische Namen. Aber wie soll der Verbraucher da noch durchsteigen?

Ich liste Euch mal einige Stoffe auf, die als Risikostoffe eingestuft werden. Bei nicht allen ist es eindeutig nachgewiesen, ob sie schädlich sind, aber ich finde, der Verdacht reicht schon.

 

Risikosubstanzen

PEG (Polyethylenglykol) und PEG-Derivate sind zum Beispiel solche Substanzen. Sie haben unterschiedliche Funktionen in den Shampoos – unter anderem als Lösungsmittel, Tenside oder Weichmacher. PEG/PEG-Derivate werden wohl aus Erdöl gewonnen und sind gelinde gesagt ziemlich umstritten. Sie können die Haut durchlässiger machen, das führt dazu, dass Schadstoffe leichter in die Haut eindringen können.

Sodium-Lauryl-Sulfat ist eines dieser PEG-Derivate. Es findet sich in einigen Baby-Shampoos – und in den Shampoos für die Großen sowieso. Bei meinen Recherchen bin ich hauptsächlich auf die Aussage gestoßen, das Zeug sei krebserregend.

In „Naturkosmetik“-Shampoos findet man diese Bezeichnung auch – allerdings ein bisschen anders. Da heißt es Sodium-Laurin-SulfatACETATE (SLSA). Es basiert auf Fettsäuren aus Kokos- und Palmöl und ist ein Kondensat aus Laurylsäure und Salzen der Sulfoessigsäure. So steht es zumindest auf dieser Seite: http://www.olionatura.de/_rohstoffe/index.php?id=60

Auf derselben Seite liest man ein Stückchen weiter unten: „Die INCI-Bezeichnung Sodium Lauryl Sulfoacetate und ihre Ähnlichkeit mit dem in der konventionellen Kosmetikindustrie häufig verwendeten, kostengünstigen Sodium Lauryl Sulfate irritiert viele Verbraucher. Tatsächlich ist SLSA nur geringfügig milder und sollte demnach mit Bedacht eingesetzt werden.“

Da soll sich noch einer auskennen.

Acrylate

Sie sind so etwas wie Quellstoffe für das Shampoo, denn wir wollen ja das „richtige“ Feeling haben, wenn wir das Shampoo auftragen. Sie sorgen dafür, dass das Shampoo gemächlich in die Hand flutscht und sich schön cremig anfühlt beim einmassieren.
Acrylate, die in der Kosmetikindustrie eingesetzt werden, sind meist sehr umweltbelastend. Acrylate können die Poren der Haut verschließen. Dann gibt es möglicherweise Pickel.
Die Naturkosmetik lehnt Acrylate ab, hier werden oft natürliche Quellmittel eingesetzt wie Bentonit oder Stärke. Die haben allerdings den Nachteil, dass sie einen Belag bilden, der abgerubbelt werden kann.

Es gibt noch unzählige Bestandteile, die fragwürdig sind. Meist Konservierungs- oder Lösungsmittel. Einen Link zu einer Übersicht findest du im Anhang zu diesem Artikel.

 

Baby-Shampoos: Chemiecocktail auf dem Kopf der Neugeborenen

Ob es nun diese Stoffe sind, die den Augapfel betäuben oder andere oder eine Kombination daraus? Es ist eigentlich egal. Die Liste der Inhaltsstoffe eines Baby-Shampoos oder eines Shampoos liest sich wie der Lieferinhalt eines Chemieversuchskasten.

Zurück zum Babyshampoo. Macht man sich die Mühe und checkt mal die INCI-Codes eines Babyshampoos für NEUGEBORENE, dann ist es schon so, dass die meisten der 12 Inhaltsstoffe als unbedenklich gelten. Dennoch entdeckt man auch unter diesen gleich zwei Konservierungsmittel (davon ist einer bedenklich) und einen Duftstoff mit konservierender Wirkung. Wie lange soll das Baby-Shampoo halten? Bis zur Pubertät?

Jetzt mal ganz ehrlich … hey, das soll an ein Neugeborenes drankommen!

Fakt ist, dass viele der in Shampoos enthaltenen Stoffe auch in Reinigungsmitteln enthalten sind, weil sie stark entfetten. Da mögen die Produkte noch so oft mit „sehr gut“ getestet sein.
Fakt ist auch, dass einige der Stoffe, die die Kosmetikindustrie verwendet, aus Erdöl gewonnen werden.
Und Fakt ist ebenso, dass es nicht schlau ist, die natürlichen Reaktionen des Körpers zu unterdrücken, nur damit das Baby beim Haarewaschen kichert und danach so toll duftet.

Für uns Verbraucher ist es schon lange nicht mehr zu überblicken, welche Substanzen in diesen Shampoos drin sind. Einige bedenkliche Stoffe haben viele verschiedene Namen. Wir können nicht mehr beurteilen, was denn  jetzt „harmlos“ ist und was bedenklich. Die Konsequenz für mich daraus ist, über Alternativen nachzudenken.

Aber was gibt es an Alternativen?

Für Babys gibt es meines Erachtens nur eine Alternative: Wasser. Warum eigentlich meinen wir, dass Babys Shampoos brauchen? Die meisten Babys haben einen feinen Flaum, der nicht unbedingt schmutzig oder fettig wird. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es reicht, mit Wasser zu reinigen – auch nach der Babyglatze. Das ist die beste, weil sanfteste, Alternative. Außerdem riechen Neugeborene und Babys doch  von Haus aus soooo gut – wenn sie nicht gerade eine volle Windel haben. 😉

Für kleine Kinder find ich es schwer, WIRKLICHE Alternativen zu finden, die auch alle Kriterien erfüllen. Irgendwie sind alle nicht zu 100 Prozent überzeugend.

Auch Naturkosmetik-Shampoos haben oft SLSA drin, das „Sanftere“. Das ist vielleicht das kleinere Übel, aber richtig gut ist es nicht.

Haare waschen mit Roggenmehl?

Eine mögliche Alternative gibt es dennoch: Roggenmehl. Das ist schnell gemacht, günstig und brennt nicht in den Augen. Man kann es auch gut mit nem leichten Duft versetzen. Allerdings: Es schäumt halt auch nicht. Das schmälert eindeutig den Badespaß. Ich geb es zu.

So wird es gemacht:

– 1 Esslöffel normales Roggenmehl (kein Vollkorn, sonst ist es zu grobkörnig und kratzt)

– Wasser löffelweise zusetzen, bis es eine angenehme Konsistenz hat.

– Eventuell Rote Beete Saft oder ein anderer Saft für die Spaß-Farbe… muss ja nicht knallig sein. 😉

– Dann benutzt du es, wie gewohnt, wie ein Shampoo. Draufschmieren und wieder abwaschen. Reinigt, nimmt das Fett mit, pflegt – ohne unaussprechliche Zutaten.

 

Habt Ihr Alternativen zu Kindershampoos? Dann freu ich mich, wenn ihr sie mir hierlasst. Ich bin immer noch auf der Suche nach sinnvollen Alternativen. Die muss es doch geben, oder? Hinterlasst hier einfach einen Kommentar oder schreibt mir eine Mail unter info@anstattdessen.de.

Achtung: Nachdem ich seit Jahren immer wieder von den Vertreterinnen eines bestimmten österreichischen Naturkosmetik-Herstellers angesprochen werde (inzwischen wurde mir mehr als zehn Mal versichert, wie toll die Produkte dieses Herstellers sind und so weiter) – muss ich jetzt doch mal eine ganz klare Ansage machen:

Ich möchte NICHT Teil Ihres Vertriebskonzeptes werden. Ich möchte NICHT, dass mein Artikel auf einer Ihrer Seiten verlinkt wird. Und ja, ich kenne die Produkte Ihres Arbeitgebers. Nein, ich werde NICHT darüber schreiben und ich möchte mich auch NICHT darüber austauschen!

 

Weitere Infos zum Thema Inhaltsstoffe von Kosmetik

Wenn Du weiter zu Baby-Shampoos oder Kosmetik allgemein recherchieren willst, dann wirf einen Blick in diesen Artikel. Darin habe ich Dir einige Links zu hilfreichen Apps oder Seiten zusammengestellt:

Inhaltsstoffe Kosmetik: Wie Du kryptische Bezeichnungen entschlüsselst

 

In diesem Sinne … viel Spaß beim Stöbern (und Kosmetik-Kauf).

Gabriele von anSTATTdessen

 

Interessante Bücher zu diesem Thema:

Vergiss Shampoo!: No Poo – der natürliche Weg zu glanzvoll gesundem Haar von Claudia Peters

 

 

Die Bombe unter der Achselhöhle von Walter Mauch

 

 

 

 

Autorin: Gabriele Nehls
Badeente - Bild, Vorschaubild: www.pixabay.com,MonikaP,CC0

18 Kommentare

  1. Hallo,
    ich habe für meine Kleine das Kinderduschgel von der Bahnhof-Apotheke. Kann ich das deiner Meinung nach bedenkenlos nutzen?
    https://shop.bahnhof-apotheke.de/product/baby-kinderduschgel-250ml.612640.html

    • Gabriele Nehls

      Hi Doreen, puh… die Frage ist tricky. Ich hab mir die INCI-Liste mal angesehen und da gibt es zwei Substanzen, die halt immer fraglich sind.

      Laut Hersteller sind das die enthaltenen Stoffe:

      Ingredients (INCI): Aqua, Sodium coco sulfate, Sodium methyl cocoyl taurate, Coco glucoside, Simmondsia chinensis seed oil, Sesamum indicum seed oil, Glycerin, Guar gum, Citric acid, Citrus nobilis oil, Alcohol, Santalum album oil, Rosa damascena oil, Vanilla planifolia fruit oil
      Natürlich enthalten: Limonene

      „Sodium coco sulfate“. Das ist ne waschaktive Substanz. Sie ist zwar nicht synthetisch, aber auch diese Substanz findest du in den Listen mit den fraglichen Stoffen. Grundsätzlich heißt es, dass dieser Stoff milder als SLS sein soll, aber andere berichten, dass sie dadurch Juckreiz auf der Kopfhaut bekommen haben.

      „Sodium methyl cocoyl taurate“ sind ebenfalls umstritten – und zwar sehr. Sie gehören zu den Aniontensiden, die wohl ursprünglich gerne in Autowaschanlagen und als Motoerentfertter verwendet wurden. Außerdem werden die Aniontenside immer wieder mit den Nicosaminen in Verbindung gebracht – und die gelten als krebserregend.

      Ich kann Dir nicht sagen, ob Du das Shampoo für Deine Kleine ohne Bedenken benutzen kannst, Doreen. Aber ich halte es so: In dem Moment, wo bei mir Fragezeichen auftauchen, lass ich die Finger davon. Es gibt viele Produkte auf dem Markt – und darüber hinaus so viele Möglichkeiten, die Haare mit natürlichen Zutaten zu reinigen. Oder eben nur mit Wasser…

      So viel zur Theorie. grins. Aus dem eigenen Alltag weiß ich, dass Mädels nicht besonders begeistert sind, wenn sie kein Shampoo mit Dufti haben dürfen. 😉 Ich bin ja auch Mama. Und was in den ersten Jahren noch ok war, weils meiner Kleinen einfach wurscht war – hüstel, heute steh auch ich wieder vor den Shampoo-Regalen und versuche ein einigermaßen verträgliches Shampoo zu finden. Ich gebs zu… 😉

      LG Gabriele

  2. Meine Tochter (2,5) bekommt ihre Haare nur mit Wasser gewaschen – und wenn mal irgendwas fettiges drinklebt mit einem Eigelb. Wäscht gut – und macht ihre Haare obendrein schön glänzend

  3. Liebe Gabi,

    dein Artikel ist klasse und ich habe ihn deshalb direkt in meinem Beitrag als Link eingefügt. Ich bin selber vor einem halben Jahr auf No Poo – Only Water umgestiegen und wasche meinen Kindern und mir selber nur noch die Haare mit Wasser. Ich liebe es, weil die Pflege so einfach, umweltschonend und günstig ist. Zwischendurch gebe ich den Kindern die Roggenmehl-Paste in die Dusche, damit dürfen sie ihre Haare und Körper waschen. Sie finden es total klasse sich damit „einzumatschen“ 🙂 Rund um das Thema schreibe ich meinen eigenen Blog auf http://www.haare-nur-mit-wasser-waschen.de. Ich bin überzeugte Anwenderin und möchte gerne unsere Mitmenschen aufklären und zeigen, dass das Haarewaschen nur mit Wasser wirklich funktioniert.

    Alles Liebe
    Sina

    • Hallo Sina, oh, Dein Bericht freut mich. Deinen Blog guck ich mir bei Gelegenheit gerne an. 🙂 Schön, dass immer mehr Leute genauer nachfragen und Alternativen leben. Und wie man sieht – es funktioniert. Danke für Deinen Beitrag. LG Gabi

  4. Pingback:Was ist ein Shampoobar? - Willkommen bei Elbfit

  5. Oh, ein schöner Artikel. Ich wasch mein Haar deswegen auch nur mit Wasser.

    Ich arbeite als Brautstylistin auf der Basis von ausgewählter Naturskosmetik und nebenberuflich in einer Naturkosmetikdrogerie.

    Dass Naturkosmetik nicht gleich Naturkosmetik ist, das würde ich gern laut in die Welt hinausschreien. Von den teuren ’salon‘-Shampoos die dort verkauft werden, bin ich kein Freund und empfehle gern das Bürsten, das Waschen mit Lava-Erde, Amla-Pulver, Mehl, heimischen Kräutern und nur mit Wasser.
    Das Buch von Claudia Peters nenn ich dann bei Interesse auch immer noch. Eine Freundin von mir wäscht sich das Haar gar nicht mehr. Sie ist die erste, bei der ich gesehen habe, wie es funktioniert.
    Null fettig, der totale Wahnsinn.. 🙂
    Ich selbst bin da noch nicht so weit.

    Ich bin großer Freund von ‚weniger ist mehr‘ mit großer Wirkung.

    Für meine Bräute benutz ich deswegen nur Mineral Make Up (also die reinen Minerale), darum gehts hier zwar nicht, aber ich wollte es erwähnen, weil es sich ja schon widersprüchlich lesen könnte.

    Mich stört vor allem der hohe Glyceringehalt und der viele Alkohol. Kaum eine Marke kommt ohne beide Inhaltsstoffe aus.

    Aber das ist auch wieder eine andere Geschichte….

    Mich gruselt die herkömmliche Kosmetik mittlerweile extrem, finde viel in der Naturkosmetik auch bedenklich und finde es traurig, dass wirklich natürliche Wege, von vielen als ‚Hippie-Natur-Esotherik‘ abfällig beschimpft wird.

    Schön dass es deswegen Blogs wie deinen gibt!
    Liebe Grüße

    • Liebe Freya, das liest sich toll, was Du machst. Ich habe so etwas noch nie gehört, und ich find es klasse, dass das jetzt auch in diesem Bereich Einzug hält, wo die Industriekosmetik ja noch so sehr den Daumen drauf hat. 🙂 Würde ich heiraten, ich würde Dich vom Fleck weg engagieren, grins.

      Mir geht es inzwischen ähnlich. Die herkömmliche Kosmetik find ich inzwischen nicht gerade „lecker“ und ich verbanne sie immer mehr aus meinem Leben. Bei uns wird äußerlich immer mehr das verwendet, was wir auch innerlich zu uns nehmen.

      Ich hab mir Deinen BLog angeschaut – cool… gefällt mir sehr gut. 🙂
      Darf man gern Werbung dafür machen. 😉
      http://weiblicht.blogspot.de/

      LG Gabriele

      Danke für Deinen Kommentar.

  6. Mein sohn laesst sich eh nicht die haare waschen somit ist er nur mit wasser in beruehrung aber seine haare sind sehr trocken ab und zu gibt es oel (mandel in seltenen faellen aganoel) bin selber auf der suche nach einer alternative…. roggenmehl gibt es in diesem land hier nicht ..

  7. Hallo Gabi, toller Artikel, hast du gut recherchiert und wunderbar einfach erklärt. Vielen Dank! ich bin fasziniert von Natürlichkeit und einfachen Hausrezepten, die praktikabel im Alltag sind, und da bin ich in diesem Jahr auf no-poo, gestoßen und hab ein eBook ( „vergiss Shampoo – no-poo- der natürliche Weg zu glanzvoll schönem Haar“ gelesen, wie man da wieder hinkommt, seine Kopfhaut und Haare shampoo-frei zu bekommen, also no-poo (ein tolles Wort für kein Mist-kein Shampoo), und experimentiere seit dem damit herum, und hab inzwischen wieder eine Balance auf meinem Kopf, dass ein bis zweimal die Woche meine Haare mit Wasser waschen genügt, ansonsten bürsten. Hab jetzt einen kleinen Sohn, bei dem werd ich gar nicht erst mit Shampoo anfangen, ich bin gespannt wie das gehen wird, ist also ein längeres Projekt. Aber da es bei mir so gut klappt, und ich hab langes Haar und auch mein Mann nur Wasser benutzt, bin ich inzwischen total begeistert. Allerdings hab ich gemerkt, wir wohnen auf dem Land, und wenn ich mal ein paar Tage in ner großen Stadt bin, wird es schwerer, scheint an der Luft und mehr Dreck oder so zu liegen. Also ich würd probieren das Kind etwas mehr zu bürsten und die Haare nur noch mit Wasser zu waschen, oder zB erst mal jedes zweite mal nur mit Shampoo. Auch wenn das vielleicht nicht euer Ding werden wird, mit dieser „Technik“ verlängert sich auf jeden Fall der Zeitraum wann die Haare wieder gewaschen werden müssen, und seltener Haare waschen bedeutet ja dann auch seltener Kontakt mit unerwünschten Dingen auf dem Kopf 🙂 Liebe Grüssse! Franziska

    • Hallo Franziska,

      danke für Deinen Erfahrungsbericht. Ich find das immer spannend, wie andere das machen. 🙂 Danke auch für den Ebook-Tipp. Das guck ich mir gleich an – und wenn es passt, ergänz ich das dann auch. Ich find weitere Infos absolut nutzbringend bei solchen Themen, deshalb bin ich gerade dabei die Texte durch Buchtipps und so zu erweitern. So ein Artikel kann ja nicht die komplette Bandbreite des Themas abdecken, eh klar. 🙂

  8. Ich hätte auch eine Buchempfehlung: Giftcocktail Körperpflege. Sehr gut recherchiert und viel Hintergrundinformationen! LG, BioBella

  9. Das Buch „Grüne Kosmetik“ liefert viele natürliche und schnelle Shampoorezepte. Die Zutaten finden sich in jedem Küchenschrank und im Garten.

    • Gabriele Nehls

      Liebe Christine, vielen Dank für den Buchtipp. Das klingt echt interessant. Muss ich mir gleich mal anschauen. Ich wollte die Artikel eh um ausgewählte Buchtipps erweitern, denn wer weiterlesen möchte, soll hier auch auf seine Kosten kommen. 🙂 LG Gabi

  10. Liebe Gabriele,
    danke für diese tolle Recherche! Immer wieder erschreckend, wenn man sich vor Augen führt, wie die Kosmetikindustrie einen irre führt und mehr Schaden als Nutzen anrichtet. :O

    Du hast nach Alternativen gefragt und ich glaube, eine gute gefunden zu haben. Ich muss zugeben, an meinen Kindern habe ich das Shampoo noch nicht ausgetestet (vor allem die Kleine wasche ich immer noch einfach mit Wasser), aber von den Inhaltsstoffen her scheint es laut http://www.cosmeticanalysis.com vollkommen in Ordnung zu sein (nur empfehlenswerte oder sogar besonders empfehlenswerte Inhaltsstoffe).

    Falls du das Unternehmen noch nicht kennst, kann ich dir die steirische Firma RINGANA (www.ringana.com/1092447) damit sehr ans Herz legen – ich bin vor ein paar Monaten drauf gestoßen und die Idee von frischer, natürlicher Bio-Kosmetik ohne Konservierungsmittel oder sonstiger chemischer Stoffe und einer sehr nachhaltigen ethischen Philosophie hat mich schnell begeistert 🙂

    Unter „Über uns“ –> „Infos“ –> „Magazine“ findest du die Zutatenliste & Inhaltsstoffe als PDF wo jedes Produkt angeführt ist. Ich habe bis jetzt keine bessere Körperpflege am Markt gefunden und unterstütze als selbstständige Partnerin nun die Vision von Ringana, die „Badezimmer Europas erdölfrei zu bekommen“. Bin gespannt, was du zu den Produkten sagst – bei Fragen kannst du mich gern kontaktieren 🙂

    Alles Liebe
    Maria

    • Gabriele Nehls

      Liebe Maria, danke für Deinen Kommentar. Tja, ich kann nicht beurteilen, ob die von Dir angeführten Produkte gut oder schlecht sind. Ich hab sie nicht ausprobiert und werde es auch nicht tun.

      Und ich bitte Dich, zu respektieren, dass mein Blog hier keine Werbeplattform ist – egal wie gut oder schlecht die Produkte sein mögen.

      Es kann gut sein, dass ich in Zukunft auch mal Produkte erwähne, aber dies geschieht dann unter ganz bestimmten Voraussetzungen – und eine der wichtigsten ist, dass der Mehrwert für die Leser hier im Vordergrund steht.

      Den kann ich aber in deinem Kommentar nicht entdecken, leider. Du empfiehlst die Produkte anderen, nutzt sie aber nicht für deine Tochter? Nun gut, jeder wie er möchte.

      Bitte nimm zur Kenntnis, dass ich den Kommentar dieses Mal bewusst freigeschaltet habe, um klarzustellen, dass ich so etwas hier nicht möchte. Ab sofort werden Kommentare, die in meinen Augen Werbung sind, nicht mehr freigeschaltet. Mein Haus, meine Regeln.

      MfG Gabriele

      • Liebe Gabriele,

        bitte vielmals um Entschuldigung, wenn mein Kommentar als einfache „Werbung“ rüber gekommen ist. Da du in deinem Artikel genau das Problem ansprichst, mit dem ich mich auch täglich beschäftige, dachte ich, dass dieses Unternehmen bestimmt interessant für dich und deine Leser ist.

        Das Shampoo hab ich für meine Große noch nicht verwendet, weil ich ein Weleda Shampoo noch aufbrauchen möchte und meine Kleine wasche ich wie gesagt mit Wasser, mein Partner und ich verwenden die Produkte allerdings sehr gerne und Sonnenschutz und Zahnöl nehme ich auch gerne für die Kinder.

        Schade, wenn du diesen Produkten keine Chance geben möchtest. Wie gut sie sind kannst du anhand der Inhaltsstoffe und der Philosophie dahinter erkennen, dazu muss man sie nicht mal probieren. Ich finde es toll, dass sich eine Familie vor vielen Jahren (als der Markt noch lange nicht so weit war) getraut hat, vegane, frische, biologische Körperpflege herzustellen, um gesundheitsbewussten Menschen eine Alternative am Markt anzubieten und wer sich ein bisschen mit diesem Unternehmen beschäftigt erkennt sehr schnell den Mehrwert für jeden einzelnen wie auch für die Umwelt. Mit diesen Gedanken habe ich meinen Beitrag geschrieben, respektiere aber selbstverständlich, wenn du solche Beiträge nicht mehr auf deinem Blog möchtest.

        Ich finde es toll, dass du dich in deinem Blog mit diesem wichtigen Thema zu nachhaltigem Konsum beschäftigst und damit (hoffentlich) auch viele Menschen erreichst – ich werde deine Artikel auf jeden Fall gerne weiterhin lesen und teilen.

        Alles Liebe
        Maria

        • Gabriele Nehls

          Hi Maria, ich hab nicht gesagt, dass ich den Produkten keine Chance gebe, grins. Mir waren Deine Erklärungen halt nur ein bisschen zu marketing-gefärbt. Aber es freut mich, wenn dir meine Artikel gefallen und Du hier bleibst. 🙂

          LG Gabi

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