STATT Chemie: Effektive Mikroorganismen in Haushalt und Garten

Seit einiger Zeit hab ich im Haushalt und im Garten neue Helferlein. Ziemlich kleine Helferlein. Naja, neu sind sie ehrlicherweise nicht gerade. Es gibt sie schon seit jeher, länger als uns Säugetiere. ;)

Die Rede ist von Bakterien und Pilzen. Ihhhh, gell? Jepp, hab ich auch gedacht, als sie mir das erste Mal von einer guten Freundin empfohlen wurden. Sie erzählte mir, dass sie ihre Wohnung damit putzt. Zuerst hat es mich direkt geschüttelt und ich konnte mir das gar nicht vorstellen. Aber neugierig war ich trotzdem, denn ich hörte immer wieder coole Berichte von den EMs.

Es hat eine ganze Zeit gedauert, bis ich mir endlich ein Herz gefasst habe und mir eine Flasche der “Effektiven Mikroorganismen” zu Ausprobieren gekauft habe. Tja, und nun möchte ich sie nicht mehr missen.

Sehr nützlich

Die kleinen Burschen sind toll. Ich verwende sie zum Putzen und zwar mittlerweile überall. Bad, Böden, Küche, Fenster und was sonst alles noch so anfällt. Interessanterweise wird die Dusche mit ihnen auch ohne Kalklöser wunderbar sauber. Die Böden werden genauso sauber wie mit Chemie-Putzmitteln.

Haltbarmachen von Obst und Gemüse anstattdessenHaltbarmachen von Obst

Ich hab mir angewöhnt mein Obst mit meiner Allzweck-EM-Lösung einzusprühen oder es damit gründlich zu waschen bevor ich es aufbewahre. Das Obst hält länger, das ist mittlerweile ganz klar.

Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass vielleicht sogar noch das ein oder andere Schwermetall oder Gift in der Zeit abgebaut wird. DAS allerdings ist weder bewiesen, noch wird es von den Herstellern behauptet. DAS – ist einfach nur eine Idee. Und es würde mir gefallen, wenn es so wäre. ;)

Verstopfte Abflüsse

Effektive Mikroorganismen schaffen in Zusammenarbeit mit dem Pümpel sogar verstopfte Abflüsse, bei denen ich mit Essig und Natron nicht weitergekommen bin.

Als Geruchsstopper

Ich sprühe sie in Müffelschuhe oder auf die Hundedecken, denn sie stoppen Gerüche ebenso wirkungsvoll wie Natron.

Als Dünger

Auch für meine Pflanzen hab ich sie in diesem Jahr getestet. Und ich bin positiv überrascht. Meine Pflanzen gedeihen besser – Zimmerpflanzen ebenso wie die in unserem Gärtlein. Ich hatte dieses Jahr eine unglaubliche Pfirsichernte – und das, obwohl mein Pfirsich im Frühjahr noch kläglich an der Kräuselkrankheit gelitten hat.

Als PflanzenschutzmittelEffektive Mikroorganismen in der Sprühflasche

Ebenfalls sehr wirkungsvoll sind die EMs als Pflanzenschutzmittel. Wie genau das funktioniert, kann ich Euch nicht sagen. Was ich aber sagen kann ist, dass meine Pflanzen im Gärtlein widerstandsfähiger waren. Mein Wein beispielsweise hatte jedes Jahr komische Flecken auf den Blättern. Ich habe mir sagen lassen, dass dies eine Art Pilz sei und dass man da ein Pilzmittel brauche. Naja, ich habe ihn mit EMs gegossen. In diesem Jahr hatte er keinen einzigen Fleck. Ich werte das als Erfolg.

Für den Kompost

Ich hab die EMs auch in meinem Kompost ausgesetzt. Ich muss zugeben, dass mein Kompost bislang eher ein harter bröseliger Block war, als fruchtbarer Humus. Immer wenn er voll war, hab ich halt wieder einen Teil zum Wertstoffhof gefahren. Ok, nicht Sinn der Sache, ich weiß. Also hab ich die EMs ausprobiert. Ob da nun guter Humus rauskommt weiß ich noch nicht, aber Fakt ist, dass mein Komposter in diesem Jahr nicht voll geworden ist, obwohl ich ihn intensiv gefüllt habe. Was dabei rauskommt werden wir im nächsten Frühjahr sehen.

Wer genau sind diese Helferlein?

Zunächst einmal – Mikroorganismen sind Kleinstlebewesen. Meist Ein- oder Wenigzeller. Wir kennen sie alle und wir leben mit ihnen. Meist ohne, dass wir das wissen, weil wir sie nicht mit bloßem Auge sehen können.

Mikroorganismen sind zwar klein, aber dafür sind sie viele. Etwa 70 Prozent der lebenden Materie (der so genannten Biomasse) sind Kleinstlebewesen mit einer oder ein paar wenigen Zellen. So weit so gut.

Prekär wird das Ganze für manche Leute, wenn sie sich vergegenwärtigen, dass hier die Rede von Bakterien ist oder von Pilzen. Uaaaah, jetzt zuckt der ein oder andere schon zusammen, nicht wahr? ;)

Mikroorganismen sind keine Monster

Es soll Menschen geben, die eine gewisse Paranoia entwickelt haben, was Mikroorganismen angeht. Das sind jene Zeitgenossen, die Desinfektionsmittel am liebsten pur zum Putzen verwenden würden. Sie wollen alles “klinisch rein“ haben. Diese Desinfektionsmittel sollen genau jene Mikroorganismen abmurksen, um die es in diesem Artikel geht.

Die winzigen Burschen haben im allgemeinen nicht gerade einen guten Ruf. Bakterien, bäh. Die machen Fieber. Böse Streptokokken zum Beispiel, Halsentzündungs-Bösewichte.
Mikroorganismen verursachen aber nicht nur Halsweh – oder Darmbeschwerden. Das sind einige wenige der vielen Milliarden verschiedenen Mikroorganismen, die es gibt.

Da Desinfektionsmittel oder auch Antibiotika nicht gerade wählerisch damit sind, welche Mikroorganismen sie platt machen, gehen einfach ALLE drauf bei der Desinfektion einer Fläche. Das ist sicherlich in manchen Fällen durchaus angebracht. Dauerhaft angewendet ist diese Strategie allerdings nicht besonders schlau.

Sie sind Verbündete

Der weitaus größere Teil der Mikroorganismen ist nämlich nützlich, ja zum Teil sogar lebensnotwendig. Unser Darm könnte seine Arbeit gar nicht tun, wenn ihm nicht Mikroorganismen helfen würden. Unsere Haut könnte ihr Milieu gar nicht halten, sie könnte weder ihre Entgiftungs- noch ihre Aufnahme-Jobs erfüllen. Obst- und Gemüse würden nicht wachsen, wären nicht nahrhaft für uns – und so weiter und so fort.

MIT ihnen, statt GEGEN sie leben

Wir brauchen die Mikroorganismen, ob es uns passt oder nicht. Deshalb ist es umso erfreulicher, dass es Menschen gibt, die darüber nachgedacht haben, wie man Mikroorganismen nutzen kann.

Und was genau sind jetzt “Effektive Mikroorganismen”?

Effektive Mikroorganismen sind eine Mischkultur aus 3 verschiedenen Arten von Mikroorganismen.

  • Milchsäurebakterien
  • einzellige Pilze, besser bekannt als Hefen
  • Photosynthese-Bakterien

Hefe dürfte jedem bekannt sein, der einmal einen Kuchen gebacken hat. Milchsäurebakterien haben wir auch schon einmal gehört, nicht wahr? Das sind die, die im Sauerkraut oder im Joghurt für die Fermentierung sorgen. Photosynthese-Bakterien sind weniger bekannt, aber sie können bekannte Dinge tun. Photosynthese haben wir alle in der Schule gehabt, theoretisch zumindest. ;) Die genaue Bedeutung musste ich allerdings auch nachschauen. Wiki erklärt uns:

„Die Photosynthese ist der Prozess zur Erzeugung von energiereichen Biomolekülen aus energieärmeren Stoffen mithilfe von Lichtenergie. Sie wird von Pflanzen, Algen und einigen Bakterien betrieben.“

Und genau diese Bakterien sind ebenfalls in der Mischkultur der EMs. Die Angaben schwanken, wie viele verschiedene MOs es genau sind, um die 80 verschiedene Sorten sollen es sein – ich denke, die Anzahl hängt auch vom jeweiligen Hersteller ab.

Wo und wie gibt es diese kleinen Alleskönner? Und wie werden sie angewendet?

Die Effektiven Mikroorganismen gibt es im Internet und in vielen Bio-Läden. Die Mischung gibt es als gebrauchsfertiges Produkt in der Flasche. Die EM-Urlösung wurde dabei bereits durch Fermentierung „aktiviert“. Diese EMa gibt es in 1 Literflaschen zu einem durchschnittlichen Preis von etwa 5 bis 6 Euro.

Die Lösung in der Flasche ist wird für die Anwendung noch einmal verdünnt – je nach Einsatzgebiet mehr oder weniger, meist in einem Verhältnis von 1 : 10. Aktivierte EMs riechen leicht säuerlich, was ein untrüglicher Hinweis auf die Arbeit von fleissigen Milchsäurebakterien ist. Es gibt sie als helle oder dunkle Lösung. Die Farbe hängt davon ab, mit welcher Nährlösung die Mokroorganismen gefüttert wurden. Dunkle Farbe: Melasse, helle Farbe: Getreide. Wirkung und Zusammensetzung sind ansonsten vollkommen identisch.

Ich nehme am liebsten EM blond, also die hellere Lösung. Mit der dunklen Melassemischung zu putzen oder sie in meine Waschmaschine zu geben, fand ich nicht so prickelnd. Sie  hinterlässt zwar keine Flecken, aber der Kopf spielt einem da ja gerne einen Streich, nicht wahr? Für den Garten ist auch die dunkle Lösung perfekt.

Die verdünnte EMa Lösung wird in eine Sprühflasche gefüllt und direkt auf die zu putzende Fläche gesprüht. Oder man mischt die Lösung ins Gießwasser für Pflanzen oder gibt einen Schwupps in die Waschmaschine. Es gibt auch EM-Pellets, die man für die Wasseraufbereitung in die Karaffe legen kann (zum Beispiel).

Wenn Du wissen willst, wie die Effektiven Mikroorganismen genau funktionieren und warum Du der Natur hilfst, wenn Du EMs nutzt, dann lies bitte diesen Artikel hier auf den Blog:

Warum Du der Umwelt etwas Gutes tust, wenn Du Effektive Mikroorganismen verwendest

Falls Du weitere Informationen über EMs haben möchtest – hier sind ein paar Buchvorschläge:

Außerdem haben einige Hersteller wirklich gute Informationen zu Effektiven Mikroorganismen auf ihren Internetseiten veröffentlicht:

https://www.multikraft.com/de/effektive-mikroorganismen/was-ist-em/

http://www.triaterra.de/Infoseiten-EM-und-Terra-Preta/Waas-ist-EM-Anwendung

Hier gibt es ein EM-Gartentagebuch:

https://www.em-sanierung.de/2241/nachhaltig-leben/em-gartentagebuch

Und hier ein Forum zum Thema: http://www.effektive-mikroorganismen.eu/

Damit Du Dir ein Bild machen kannst, habe ich Dir einige Produkte unten verlinkt. Allerdings rate ich Dir, auch einen Blick direkt in die Shops der einschlägigen Hersteller zu werfen, denn die Preise variieren doch erheblich.

 

 

Wie in allen Bereichen haben sich findige Geschäftsleute zudem eine ganze Reihe an teuren Produkten mit EMs ausgedacht.

Ehrlich gesagt: Das kann man machen – muss man aber nicht. Das Einzige, was Du brauchst ist eine Flasche EMa – Effektive Mikroorganismen, aktiviert.  Rein von der Wirkung her gesehen, reicht dies. Alle anderen Produkte sind hübsch, manchmal auch ziemlich praktisch, aber manchmal auch schlichtweg Geldmacherei.

Der Vollständigkeit halber liste ich Dir ein Produkt auf, das meines Erachtens tatsächlich Sinn macht – die EM-Pipes für die Wasseraufbereitung.

 

 

 

 

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