Käse ersetzen – Warum ich ein Buch darüber geschrieben habe

Ich liebe Käse. Ich war lange Zeit der absolute Käsejunkie. Er war für mich Wurstersatz, Pizza ohne Käse war irrelevant, Nudeln brauchten dringend ein Käsetopping und das Camembertbrot gab der Brotzeit erst ihre Existenzberechtigung.

Selbst zu der Zeit, als ich schon fast alle Kuhmilchprodukte durch Pflanzenprodukte ersetzt hatte, war der Kuhmilchkäse für mich unglaublich wichtig. Ich gehörte zu den Leuten, die achselzuckend erklären: “Jaaa, ohne Fleisch ist es schon in Ordnung, das brauch ich nicht. Aber den Käse, nee, auf den könnte ich nie verzichten.”

Das ging eine ganze Zeit so. Irgendwann jedoch fing ich an, mich darüber zu ärgern, dass Käse so wichtig war für mich. Versteh mich nicht falsch, das kam nicht von heute auf morgen. Eher war es eine schleichende Entwicklung.

Zum Beispiel so:

Frühstückstisch, leckere Käsewürfelchen auf dem Tisch. Ich stecke mir den ersten Würfel in den Mund und statt dem üblichen “Hmmmm …” kommt ein leises fieses Stimmchen, das flüstert: “Ist das Zeug echt so gut? Gibt´s nicht auch was anderes, was so gut schmeckt?”

Ich: ”Lass mich in Ruhe, ich muss Käse essen.”

Stimmchen: “Okok. Ich mein ja nur.”

Lästiges Stimmchen – lässt nicht locker

Dieses Stimmchen kam immer wieder. Und irgendwann war ich genervt genug, um nachzuhaken. Zuerst hab ich mir die Frage vorgenommen: Ist das Zeug echt so gut? Ich hab recherchiert.

Die Antwort war blöd (fand ich): “Ja, er ist echt lecker. Und jahaaa, er kann eine Menge Dinge. Aber ob er für Deinen Körper gut ist, das ist mehr als fraglich. Warum? Käse ist ein richtig begabter Säurebildner. Er macht Deinen Körper sauer. Äh, versuchst Du nicht seit einiger Zeit genau das auszugleichen?”

Ups, stimmt. Also dachte ich genauer darüber nach und fand immer mehr persönliche Gründe, mich mehr mit dem Thema Käseersatz auseinanderzusetzen.

Zum Beispiel, dass der heutige Käse nicht mehr das wertvolle Lebensmittel sein kann, das er früher vielleicht einmal war. Unsere heutige Milch wird so intensiv bearbeitet, dass nicht mehr viele der wertvollen Nährstoffe drin sein können. Und wenn der Rohstoff des Käses nicht mehr die Qualität hat, wie kann dann der Käse noch die wertvollen Nährstoffe haben, die von der Milchwirtschaft genannt werden?

Zudem zwickte mich nun auch das schlechte Gewissen mehr und mehr. Käse ist Milch – und ein Leben in der heutigen Milchwirtschaft ist für niemanden ein Zuckerschlecken, zumindest nicht für Kuh und Kälbchen. Wollte ich das wirklich unterstützen? Nö, eigentlich nicht.

Inventur und Bilanz ziehen

Ok, also stand eine Inventur an (immer noch ziemlich wehmütig). Wo verwende ich Käse überall? Man muss ihn ja nicht gleich komplett rausschmeißen, nicht wahr?

Tja, die nächste (blöde) Erkenntnis: Ich verwende ihn überall. Viel zu viel. Und am meisten da, wo ich das gar nicht mitbekomme. In fast allen Gerichten, Gewürzen, Soßen – wenn nicht Milch als solches enthalten ist, dann ist Käse (also verarbeitete Milch, Casein oder Molke) drin.

All das zusammengenommen, hat mir buchstäblich mein Käsebrot verhagelt. Also habe ich mich entschlossen, auch den Käse durch pflanzliche Alternativen zu ersetzen. Dass ein Komplett-Verzicht nicht funktioniert, wusste ich ja noch von der Milch. Deshalb zog ich Bilanz, entschied mich für einen kleinen Bereich meines Käse-Universums und machte mich auf die Suche nach Alternativen.

„STATT Käse“: anSTATTdessen-Ratgeber zum Thema

Was ich auf dieser Suche entdeckt habe, wie ich Schritt für Schritt den Plan „Käse ersetzen“ umgesetzt habe und die Alternativen, die für uns funtkionieren, habe ich in diesem Buch zusammengefasst. Es muss ja nicht jeder so ewig lang durch die Gänge der Märkte irren wie ich, oder? Und ich habe einige wirklich alltagstaugliche pflanzliche Käsealternativen entdeckt. Hatte ich sie einmal gefunden, ging die Umstellung fast wie von selbst. Einige Tipps und Rezepte findest Du hier auf diesem Blog – die meisten allerdings findest Du im zweiten anSTATTdessen-Ratgeber „STATT Käse – wie Du Milch ganz leicht ersetzen kannst“.

Lass Dich überraschen – bei den meisten Online-Shops kannst Du Dir auch eine Leseprobe runterladen.

STATT Käse kostet in der Ebook-Version 3,99 Euro und in der Taschenbuch-Version 9,70 Euro.

Hier kannst Du einen Blick ins Buch werfen, wenn Du magst. Klick einfach auf das Bild.

Ein Kommentar

  1. Pingback:STATT Mozzarella: mit Hanfsamen | anSTATTdessen

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