Ausprobiert: Frugu-Schneckerl STATT Gummibärchen

Das war der Knaller auf der letzten Geburtstagsparty. 8 Kinder, die sich wie verrückt auf selbstgemachte und mehr schlecht als recht gerollte Fruchtgummi-Schnecken gestürzt haben. Ich hätte es nicht gedacht. Surprise, surprise …

Diese Schneckerl sind eine vergleichsweise gesunde Alternative zu den gekauften Fruchtgummis oder Gummibärchen, die ja meist Gelatine und diverse zweifelhafte Farbstoffe in sich drin haben. Zudem stammen die meisten von ebenso zweifelhaften Herstellern – Grund genug sich dafür ein anSTATTdessen zu suchen.

Schnell gemacht – und eine tolle Obstverwertung

Der Fruchtgummi ist leicht gemacht und lange haltbar. Du kannst also übers Jahr gesehen immer das Obst nehmen, das gerade Saison hat. Dieses Rezept ist eine tolle Möglichkeit, um zu viel Obst sinnvoll zu verarbeiten. Und auch im Winter ist es toll, denn man kann genauso gut eingefrorenes Obst nehmen.
Für die Schneckerl auf dem Foto  (Jajaaaa, ich weiß, das Foto ist nicht gerade prickelnd. Die sahen besser aus als auf dem Foto, echt.  Nein, ich kanns nicht besser. Aber ich übe… versprochen, grins.)  hab ich die verwegene Kombination aus Pflaumen und Stachelbeeren genommen. Ich hatte beides eingefroren und hab ein bisschen experimentiert. Herausgekommen ist eine leckere Alternative zu diesen komischen sauren Gummidrops (oder wie die heißen). Du kannst aber auch jedes andere Obst, das gerade über ist, nehmen. Stachelbeeren sind halt sauer – anderes Obst ist süßer.

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Das brauchst Du

  • 6 eingefrorene dunkle Pflaumen (nicht die Zwetschgen, sondern die großen runden Pflaumen)
  • ca. 100 Gramm eingefrorene Stachelbeeren
  • 6 Datteln
  • 1 Banane
  • wahlweise Kakao
  • Vanille

 

So wird´s gemacht

  • Das Obst klein schneiden
  • Ab in den Mixer
  • Datteln und die Banane hinzugeben
  • Kakao und Vanille dazu
  • Alles pürieren bis eine homogene Masse entstanden ist.
  • Die Masse gleichmäßig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen – ca. 0,5 Zentimeter hoch.
  • Bei etwa 75 Grad so lange im Ofen trocknen, bis sich die Masse ledrig anfühlt und am Stück vom Backpapier abziehen lässt. Wenn sie zerreisst, dann lieber noch ein bisschen länger trocknen lassen.
  • Nach 4,5 Stunden kannst Du die Masse dünn mit einer Mischung aus Zucker und Zimt bestreuen. So bekommst du den „Saure Drops“-Effekt hin. 😉 Das ist optional, denn es schmeckt auch sehr gut ohne.
  • Sobald die Masse sich „ledern“ anfühlt, nimm das Blech aus dem Ofen und rolle die Frugu-Matte wie ein Handtuch zu einer Spirale – von vorne nach hinten.
  • Dann schneide etwa 0,5 Zentimeter breite „Schneckerl“ von der Rolle ab. Du kannst sie auch durch die Spaghettimaschine drehen, dann hast Du eine Alternative zu diesen „Fruchtschnüren“ – du weißt schon, diese Dinger in neon, die es zu kaufen gibt.

Fertig …

 

Temperatur: 75 Grad

Zeit: 5 bis 6 Stunden

Dieser Fruchtgummi hält sich ewig – falls er ewig überlebt. Hätte ich nicht einige Stückchen weggeräumt (um die Haltbarkeit zu prüfen), er wäre in wenigen Tagen verputzt gewesen.

Du kannst Dich spielen mit den Zutaten. Jedes Obst gibt seinen ganz eigenen Geschmack und unterschiedliche Farben. Zitrusfrüchte sind alledings weniger dazu geeignet. Die Banane macht das Ganze sämiger und milder. Wenn Du also noch ein wenig mehr Milde drinnen haben willst, dann nimm noch eine Banane mehr. Wenn im Winter kein frisches Obst da ist, dann nimm einfach tiefgefrorene Früchte. Im Sommer werden wohl immer „Frugu“s nach Saison entstehen.

Bei Apfel ist es besser, wenn du ihn vorher blanchierst. Sonst zerreist der Fruchtgummi und Du hast keine Freude daran.

Einen kleinen Wermutstropfen allerdings gab es schon: die Farbe. Die „Frugu“s hier sind aufgrund des Kakaos so dunkel. Aber auch ohne Kakao ist das mit der Farbe immer so eine Sache. Viele Obstsorten dunkeln einfach nach und die leuchtenden Farben, wie sie künstliche Farbstoffe liefern, die bekommt man mit Obst nicht hin. Für mich ist das nicht wichtig… und für die Kids auf der Party offensichtlich auch nicht. 🙂 Ein bisschen kann man dem
Nachdunkeln mit Zitronensaft entgegenwirken. Dieser verhindert die Oxidation, die für das Nachdunkeln verantwortlich ist. Allerdings in Maßen, sonst wirds zu sauer.

Lass Deine Phantasie spielen

Neben der Zucker-Zimt-Ausführung, kannst Du für die größeren Schleckermäuler auch eine Chillivariante zubereiten. Dazu mischst Du einfach ein wenig Schärfe in die rohe Masse. Aber sei sparsam damit, denn das kann RICHTIG scharf werden, wenn Dir das Chilli auskommt. 😉

Du kannst auch geriebene, geröstete Mandeln darüber streuen – oder Pistazien. Oder Du lässt den Kakao in der Fruchtmasse weg und streust stattdessen Schokostreusel drüber. Alles ist erlaubt und egal in welcher Form – allemal gesünder als gekaufte Fruchtgummis. 🙂

Jetzt wünsch ich Dir viel Spaß beim Asuprobieren.

Bezugslinks:

Falls Du nicht genau weißt, wo Du die erwähnten Zutaten findest, hier sind ein paar Vorschläge. Die Produkte gibt es aber auch im Bioladen oder in anderen Online-Shops. Hinweis: Die Links hier sind Affiliate-Links, ich bekomm also ein paar Cent, wenn Du über diesen Link kaufen solltest. Das freut meinen Provider, der ja auch ein Geld sehen will für das Hosting dieses Blogs. 😉

 

2 Kommentare

  1. Frage ,das rezept gefelt mir , will ich susprobieren . was ist mit stahelbeeren oder johanesberen, muss ich die entkernen?

    • Gabriele Nehls

      Ich hab es einmal mit Johannisbeeren gemacht und recht lange püriert. Dennoch waren immer noch kleine Fitzelchen von den Kernen spürbar. Wenn Dich das nicht stört, dann ists ok. Ich hab den Mus nach dem Pürieren dann noch einmal durch ein Sieb gefiltert. War zwar aufwendiger, aber bei den Frugus bin ich eigen, die mag ich glatt. 😉

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